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Wenn das Zungenbändchen zu kurz ist

Viele Eltern hören zum ersten Mal vom verkürzten Zungenbändchen, wenn ihr Baby Stillprobleme hat oder beim Trinken ungewöhnliche Bewegungsmuster zeigt. Unsicherheiten oder Sorgen sind dabei völlig normal. In unserer logopädischen Praxis begleiten wir Neugeborene und Säuglinge, um betroffene Familien zu beraten und zu sensibilisieren. Wir begleiten Sie sicher durch den gesamten Prozess. Hinter uns steht ein professionelles Netzwerk innerhalb von Dresden.

Was bedeutet ein verkürztes Zungenbändchen?

Das Zungenbändchen (Frenulum) verbindet die Unterseite der Zunge mit dem Mundboden. Ist es zu kurz, zu straff oder ungünstig positioniert, kann sich die Zunge nicht frei bewegen. Diese Einschränkung nennt man orale Restriktion oder auch Ankyloglossie.

Typische Anzeichen beim Baby

Typische Anzeichen bei einem Baby sind z.B. Schwierigkeiten, die Brust gut zu erfassen. Es kann zu kurzen, unruhige oder anstrengende Stillmahlzeiten kommen. Im Zuge dessen zeigen einige Säuglinge eine Ermüdung beim Trinken an der Brust oder der Flasche. Auch eine geringe Gewichtszunahme kann eine Folge sein.
Hörbar sind häufig Klickgeräusche beim Saugen. Bei dem Säugling kann es zu häufigen Abdocken, Frustration oder Unruhe kommen. Außerdem zum vermehrten Schlucken von Luft, Bauchschmerzen oder Reflux-Symptomen,

Anzeichen bei der stillenden Person

Anzeichen bei der Mutter können Schmerzen während oder nach dem Stillen, Wunde Brustwarzen oder wiederkehrender Michstau sein.
Wenn Sie als Mutter das Gefühl haben, dass “etwas nicht rund läuft”, können Sie dies einer Vertrauensperson immer mitteilen!

Wie ich als Logopädin unterstütze

In enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Zahnärzten oder Stillberaterinnen hat die Logopädie eine beratende und aufklärende Funktion. In der Diagnostik können wir außerdem die anatomischen Formen untersuchen und bewerten. Sollte es zu einer Frenotomie kommen, führen wir mit den Betroffenen Bewegungsübungen durch. Außerdem findet eine Anleitung für das häusliche Üben statt, um den Säugling bestmöglichst auf den Eingriff vorzubereiten. Nach der Frenotomie findet eine Nachsorge statt, bei welche das Wundmanagement und die Beweglichkeitsförderung im Vordergrund stehen.

Warum gute Netzwerkarbeit entscheidend ist

Eine gute und sichere Netzwerkarbeit ist von großer Bedeutung, da sie den Eltern Sicherheit und Unterstützung bietet. Hebammen begleiten Familien schon von der Schwangerschaft an. Sie können bei einer Stillproblematik unterstützen. Meist wird schon zur Geburt geschaut, ob das Baby ein anterior auffälliges Zungenband hat. Die Stillberaterinnen optiemieren das Stillmanagements und unterstützen beim Anlegen und Positionieren. Die Zahnärzt:innen / Kinderärzt:innen können eine Diagnose feststellen und die  Frenotomie durchführen. Auch Osteopath:innen gehören zu einer engen Zusammenarbeit. Sie unterstützen beim Lösen von Spannungen und bei der oralen Funktion.